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| Noch ein Tag in der Sauna |
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Obwohl August sein sollte, ist das Wetter wieder mies, also gehe ich wieder in die Sauna und die ist schon wieder voll, doch eigentlich hatte ich geplant ab November zu kommen, jedoch war ich anscheinend nicht allein der Ansicht. |
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Der Chef sitzt gerade an der Bar und gönnt sich ein paar Minuten schlaft; wahrscheinlich hatte er eine geile Nacht mit seiner göttliche Frau oder sie hat ihn gezwungen endlich mal an ihr richtig zu fummeln und danach sie in alle Stellungen zu nehmen und kosten, bis er keine Kraft mehr hatte, indem sie dabei ein Porno anschaute und sich nebenbei mit einem Vibrator an eine anderen stelle befriedigte. |
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Jetzt konnte man glauben, dass ich etwas verdorben bin, doch er hat wirklich eine ausgezeichnete und hungrige Lady, also bleiben wir bei schmutzigen Sachen und mal sehen, wer gewinnt! |
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Ach du lieber Himmel, da ist wieder der Peter, er kann immer noch nicht verstehen, warum ich meist gut gelaunt bin, denn er hat nichts zum Lachen; seine Frau hat sich vor kurzen von den getrennt und das nach zwanzig Jahren Ehen; jetzt lebt er alleine und sie wohnt in der nähe mit dem neuen Nachbar, der früher ein Familienfreund war. |
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Jetzt erzählt er mir zum dritten Mal, dass er schon wieder in eine der unzähligen Bordelle von Neukölln war und sich dort besorgen ließt von einer Thailanderin; vorige Woche war eine Latina; vergangener Monat eine Afrikanerin; also das Geld von Hartz IV reicht schon vollkommen, und so muss er auch leben, bis beide Kinder groß sind oder er selbst an eine Überdosis Rattenwein stirbt. |
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Nun geht er jetzt in Schwimmbecken und seine ganze Nase läuft voller Schleim, und obwohl er weiß, dass er seit Monaten krank ist, geht er trotzdem herein und die anderen tun so als hätten sie ihn nicht gesehen, denn sie können ihn auch nicht sagen, weil Petra die Frau von Rolf mit alle befreundet ist und sie ist auch sehr lustig und kontaktfreudig, doch immer wieder, wenn sie ihre Periode hat, kommt sie mit ihren Tampons die eine extra lange Schnur haben und geht immer wieder in Becken rein und die andere lachen stolz weiter. |
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Dann gehe ich wieder in eine der Saunaräume und genieße allein mein Vergnügen, doch das dauert nicht lange, denn nach fünf Minuten kommt das Ehepaar Wagner und sie grüßen nicht, unterhalten sich nicht, und fragen auch nicht, ob ich einverstanden bin, dass sie ihre mitgebrachte Flüssigkeiten und stinkende Aromen über den Ofen werfen, und dann fangen sie an wie jedes Mal über Geld zu reden, denn sie sind solche Menschen, die glauben sie müssen sich nicht bei Ausländer entschuldigen oder denen etwas bitten. |
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Später kommt die schöne und knackige Schlange, die auch nicht mit mir spricht, obwohl sie sich andauernd vor mir sitz als hätte sie nicht nur ein Mann, sondern zehn gleichseitig benötigt und einige gucken verstohlen, ob ich eine Erektion bekomme, obwohl fast alle sich gegenseitig mit Luchsaugen anstarren. Das uralte Ehepaar Müller ist wieder da, sie wollen schon lange eine Orgie mit mir veranstalten aber sie passen nicht in meine Kategorie. |
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Frank ist auch da, aber er redet meist nur über Sex, Autos und Fußball; seine Frau konnte heute leider nicht kommen und das bedeutet, rettet sich, wer kann!, ansonsten ist er ganz ruhig und passt gut auf, dass niemand sie anstarrt. |
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Schlaumeier ist auch gekommen, doch obwohl er einer ist, von den wenigen, die mit mir reden, kann man auch nicht viel mit den plaudern, denn er weiß alles über alles und das ist wahrscheinlich der Grund, wieso seine Frau sich scheiden lassen will und seine Kinder nicht mehr von den wissen wollen. |
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Und von dem ständigen Jammerlappen mit NPD IdeoManie und Übergewicht, die ein neues schönes teures Auto fahren und fast nur Dritte-Welt-Produkte bevorzugen braucht man auch nichts zu sagen. |
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Also bleibt mir heute keine andere Wahl als mich zu betrinken, den dummen spielen oder eine andere Sauna aussuchen; doch lieber bleibe ich hier, denn – Es ist besser bei schlechten Heuchlern zu bleiben, als unbekannten Schmeichlern zu vertrauen. |
| ¡hasta luego! |
| Autor: Jr. Hernandez |
| Berlin - Freitag, 26. August 2011 |
| www.jrhernandez.org |
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